Erste Landesklasse-Saison war durchwachsen

14.06.10

 

Die erste Saison auf Landesebene verlief für die SG Karlsburg/Züssow mit einigen Höhen, letztendlich aber mit zu vielen Tiefen.

Zu mehr als Platz 8. in der bereinigten Tabelle (die SG erhielt drei Minuspunkte wegen Schiedsrichtermangel) reichte es am Ende nicht. Dennoch gibt der Rückrundenverlauf Grund zu verhaltenem Optimismus.

Denn während in der Vorrunde (Platz 10) in 14 Spielen sportlich lediglich zehn Punkte bei einem katastrophalen Torverhältnis (23:42) von minus 19 Treffern erspielt wurden, brachte es die SG nach der Winterpause in nur elf Spielen auf 21 Punkte bei 25:19 (+6) Toren und somit auf den sechsten Rang mit direktem Anschluss zur Spitze.

Vor allem auf eigenem Platz fand die Hofmann-Elf wieder zunehmend zu ihrem Spiel und fuhr in sechs Spielen fünf Siege ein. Vor der Winterpause konnten in Züssow lediglich sechs Punkte geholt werden, auswärts nur vier Zähler. Desaströs war dabei die 1:10-Pleite in Torgelow. Die SG schien vor einem sportlichen Scherbenhaufen zu stehen. Zudem verließen mit Jonas Bliewert und Alexander Kurzweil zwei gute Fussballer das Team und ließen nicht nur ein quantitatives sondern auch qualitatives Loch zurück. Wohin die sportliche Reise der SG nach der langen Winterpause, die wegen des harten Winters kein angemessenes Training zuließ, führen würde, blieb nur zu erraten bzw. zu befürchten. Aber die Mannschaft kompensierte die Abgänge, stand auf, kämpfte und stabilisierte sich. Allen voran Rückkehrer Axel Seefeldt belebte in seinen sechs Auftritten das Flügelspiel der SG, Richard Troge und Ulli Hadrath wurden zu starken Stützen in der Defensive. Die Heimpartie gegen den MSV Groß Miltzow sollte sich als das Spiel erweisen, welches die SG als Initialzündung für neues Selbstvertrauen benötigte. Ein 1:2-Rückstand wurde zu einem 3:2-Sieg gedreht. Dass man mit den Teams um Platz fünf mithalten kann bewies die SG sogleich mit einem 1:0-Auswärtserfolg gegen Reinberg. Dass es für ganz oben nicht reicht, musste bei den folgenden Oster-Niederlagen gegen Lubmin und Blau-Weiß Greifswald festgestellt werden, die wieder acht Gegentore brachten.

Das 5:2 gegen Ueckermünde und ein klares 3:0 gegen Wolgast machten wieder Mut. Auch nach der Niederlage gegen den HFC konnte mit dem Demminer SV wieder eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel bezwungen werden. Zum Saisonabschluss folgten zwei überzeugende 5:1-Erfolge gegen die Tabellennachbarn Altentreptow und Eggesin, womit die SG-Akteure sich selbst beweisen konnte, dass sie in die untere Tabellenhälfte nicht hingehören (wollen). Vielmehr waren schon vor der Saison die Plätze fünf bis sieben das Ziel. Ob dieses Ziel auch für die neue Saison ausgegeben werden kann bleibt abzuwarten und hängt sicher auch von der zur Verfügung stehenden Personalstärke ab. Mit Tino Henkel und Marcus Bischoff könnten jedenfalls zwei talentierte und ambitionierte junge Spieler das Team verstärken, mit Ole Wienhold verlässt aber auch ein vielseitig einsetzbarer Ergänzugsspieler den Verein in Richtung Lubmin.

Wirklich stark und lobenswert präsentierte sich die SG über die gesamte Saison hinweg allerdings in Sachen Fairplay. Mit 42 Gelben Karten und gänzlich ohne Platzverweis mussbelegt  man in der Fairness-Tabelle hinter den beiden Topteams aus Greifswald und Torgelow den dritten Rang.

Insgesamt setzte Trainer Roland Hofmann im Laufe der Saison 32 Spieler ein. Richard Troge und Henry Brandenburg standen 23 Mal auf dem Platz, gefolgt von Erik Wussow (22). Die meisten Tore für die SG konnte Sven Knuth (10) erzielen, es folgen Henry Brandenburg (9) und Erik Wussow (5). Bei insgesamt 48 Toren ein Zeichen dafür, dasss sich bei der Mannschaft das Torschießen auf viele Schultern verteilt. In der Kartenstatistik liegt Erik Wussow (7) vor den Sebastian Döbler und Sebastian Pannier (jeweils 5).