
Gleich zu Beginn der Partie legte die SG die Abschlussschwäche der Vorwoche ab, um sich im weiteren Spielverlauf im Auslassen größter Torgelegenheiten erneut selbst zu übertreffen. Die frühe Führung in der 8. Spielminute wurde eingeleitet von Sven Knuth, der seinen Bewacher abschüttelte und von der linken Angriffsseite eine Flanke in den Demminer Strafraum brachte. Dort profitierte Sebastian Pannier von der Schläfrigkeit der Gästeverteidigung und netzte zum 1:0 ein. Doch der DSV zeigte eine gute Reaktion auf den Rückstand, übernahm die Spielkontrolle und erarbeitete sich Torchancen. Im Glück war die SG als Gästestürmer Rehländer das Spielgerät aus sechs Meter über das leere Tor bugsierte. Den durchaus verdienten Demminer Ausgleich vereitelten sich die Gäste damit selbst. Die SG setzte auf Konter, spielte diese aber nicht entschlossen und präzise genug aus. Jan Wöller hätte allein vor dem Gästetor besser mehr Eigensinn bewiesen, sein Querpass wurde leichte Beute für die DSV-Verteidigung. Auf der Gegenseite biss sich Demmin die Zähne an der SG-Verteidigung aus. Zwar kamen die Peenestädter immer wieder gefährlich vor oder in den SG-Strafraum, dort war jedoch zumeist ein Verteidigerbein zur Stelle. So ging es mit der glücklichen SG-Führung in die Kabinen.
Der Seitenwechsel bekam dem SG-Spiel gut. Zwar überließ man der Gästeelf weiter die Spielgestaltung, spielte nun aber die eigenen Angriffe konsequenter und vor allem gefährlicher zu Ende. Allein die Chancenverwertung bescherte SG-Coach Roland Hofmann und den SG-Anhängern unter dem Tribünendach graue Haare. Gleich mehrmals scheiterte die Heimelf aus nähester Distanz. S. Knuth, Henry Brandenburg (je zwei Mal) und Jan Wöller hatten dabei das erlösende 2:0 auf dem Fuss. Doch das Tor wollte nicht fallen und so hatte der DSV keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen und bemühte sich weiter um den Ausgleich. Ein Kopfball von Rehländer aus Nahdistanz hätte einen Punktgewinn für die Gäste bedeuten können, doch das Leder ging über den Querbalken. Zuvor rettete S. Knuth bereits auf der Linie. Mehr wollte den Gästen aber nicht gelingen. Passierte der Ball doch mal die kompakte SG-Abwehr, war Keeper Marcel Prieß an diesem Tag ein starker und sicherer Rückhalt. Stattdessen wurden weitere Gelegenheiten, die Führung auszubauen, fahrlässig vergeben. Selbst ein Sololauf auf den Demminer Torwart von Dennis Henkel brachte nichts Zählbares. Der eingwechselte SG-Stürmer zögerte solange, bis ihm das Leder schließlich doch noch abgegrätscht wurde. So musste bis zum Schluss um den am Ende verdienten Heimsieg gebangt werden.
SG mit: M. Prieß, E. Wussow, R. Troge, A. Fellwock, S. Pannier (O. Wienhold), H. Hofmann, S. Knuth, F. Stark (D. Henkel), J. Wöller, H. Brandenburg (S. Döbler)