
Dabei begann die Partie aus SG-Sicht gar nicht schlecht. Erik Wussow hatte die frühe Führung auf dem Kopf, doch der Ball verfehlte um Zentimeter das Tor von HFC-Keeper Cornehl, der an diesem Tage noch öfter zum Spielverderber für die SG werden sollte. Auf der Gegenseite zeigte HFC-Mittelfeldmotor Kägebein, wie man es besser macht. Ein Konter im eigenen Stadion nach schlecht ausgeführter SG-Ecke mündete im 1:0 (14.). Die SG antwortete mit wütenden Angriffen. Sebastian Pannier verzog knapp, kurz darauf fand seine gefährliche Hereingabe keinen Abnehmer. Henry Brandenburgs Freistoß kratze HFC-Torwart Cornehl aus dem unteren Eck. Dann beteiligte sich auch wieder der HFC mit zwei Kopfballgelegenheiten am Geschehen. Es blieb bis zur Pause aber beim knappen 1:0.
Fast ein Spiegelbild der ersten Hälfte bot sich nach Wiederanpfiff. Die SG nahm das Zepter in die Hand, kaufte dem HFC mit starkem Zweikampfverhalten und gutem Bewegungsspiel den Schneid ab. Allein das Tor wollte nicht fallen. Und so kam es in der 70. Minute zum entscheidenen Kontertor der Greifswalder, die ihre Effizienz in der Chancenverwertung an diesem Tag unter Beweis stellten. Tramm schüttelte seinen Bewacher Troge ab und verwandelte trocken ins lange Eck. Die SG setzte noch mal alles auf eine Karte, doch weiderum reagierte Cornehl glänzend gegen Brandenburgs Schuss. Schließlich erzielte die SG sogar das verdiente 2:1. Doch Schiedsrichter Ruben Stenke traf mit seiner Abseitstheorie eine von vielen unverständlichen Entscheidungen an diesem Tage. Die letzte Chance für die SG verstrich als Sven Knuth bei einer Hereingabe von E. Wussow nur einen kleinen Schritt zu spät kam. In der Folgezeit lief bei der SG nicht mehr viel zusammen, während der HFC noch zwei dicke Konterchancen ungenutzt ließ und SG-Schlussmann Prieß stark reagierte.
SG mit: Prieß, Wussow, Troge, Hadrath, Düvier, Pannier, Hofmann (Wienhold), Knuth, Wöller (Stark), Döbler (Henkel), Brandenburg